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Zollbarkasse PRÄSIDENT SCHAEFER

Als Ersatz für die während des Ersten Weltkrieges erlittenen Verluste gab die Oberfinanzdirektion 1924 zwei identische Zolldampfbarkassen in Auftrag, von denen die PRÄSIDENT SCHAEFER als zweite Einheit in Fahrt kam. Das nach dem ehemaligen Senator und Finanzamtspräsidenten Dr. Schäfer benannte Boot wurde an verschiedenen Zollämtern zunächst zur Abfertigung eingesetzt.

 

1959 erfolgte ein Umbau von Dampf- auf Dieselbetrieb und Veränderung der Decksaufbauten. Auf diese Weise versah PRÄSIDENT SCHAEFER fast 60 Jahre mit Kontrollfahrten seinen Dienst im Hamburger Hafen. Zuletzt diente das Boot der Zollreparaturwerkstatt als Schlepper und Fahrzeug zur Beförderung von Dienstpost und Trinkwasser zu den schwimmenden Dienststellen.

 

Mit Schließung der Zollreparaturwerkstatt 1982 war die Außerdienststellung und Verschrottung besiegelt, wenn sich nicht 1985 das Museum für Hamburgische Geschichte zur Übernahme entschlossen hätte. Damit konnte eine Lücke in der Reihe historischer Behördenfahrzeuge geschlossen werden.10 Jahre später sollten jedoch noch einmal erhebliche Finanzmittelstreichungen den Erhalt dieses kleinen Fahrzeuges in Frage stellen.

 

1995 konnte PRÄSIDENT SCHAEFER durch einen Verkauf der Kulturbehörde Hamburg an einen Privateigner erneut gerettet werden und wird fortan der Nachwelt als Zeugnis für historische Schifffahrt und Technologie im Museumshafen Oevelgönne erhalten. 

Technische Daten

Bauhjahr, Ort, Werft 1925, Hamburg, Norderwerft
Schiffsgattung Zollboot
Rumpf Länge 14,35 m
Rumpf Breite 3,76 m
Tiefgang 1,65 m
Verdrängung 27 t
Restaurierung 1995-1998 / 2000-2003
Baumaterial und Bauweise Stahl, genietet
Maschine, Baujahr Jastram 4 Zyl. Diesel 120 PS, 1959
Eigner privat