Verein > Nachrichten

Eisfüchse in Aktion

27-12-2010 18:46 von V. S. Klemm

Oevelgönner Festmacherboote halten City Sporthafen eisfrei

Festmacherboot STEK UT 2009/2010 im Reiherstieg.

Im Zuge selbstverständlicher Nachbarschaftshilfe unterstützen sie den Hafenmeister des City Sporthafen Hamburg e.V. dabei, den Hafen am Baumwall eisfrei zu halten.

Für Robby Rottmann, den Hafenmeister und guten Geist des Hafens ist das eine echte Erleichterung: „Bei Ostwind und  ablaufend Wasser setzt sich viel Eis im inneren Teil des Hafens ab und droht, die dort überwinternden Sportboote einfrieren zu lassen“ weiss er. „Die kräftigen Fastmoker aus Oevelgönne, als alte Eisfüchse des Hamburger Hafens, sind wendig und kräftig genug, das Eis zu brechen und so das einfrieren der Sportboote zumindest hinauszuzögern“.

 

Liegeplatz Museumshafen Oevelgönne

Die offenen Festmacherboote aus dem Museumshafen mit ihren kräftigen Dieselmotoren und grossen Eispropellern können hier zeigen, wie robust sie noch heute sind. „Bis knapp 10 cm Festeis pflügen sich die Boote da locker durch“ weiss auch Till F. Braun, der in diesen Tagen abends nach Feierabend mal schnell im Cityhafen mit dem über 40 Jahre alten Festmacher „STEK UT“ zum Eisbrechen vorbeifährt. „Im Hafen hilft man sich gern, das ist alles eine grosse Gemeinschaft, die da unterwegs ist“. Warm eingepackt nimmt er die Fahrt von Oevelgönne zum City Sporthafen gern auf sich.

 

Die Festmacherboote, ebenso wie andere alte Schiffe des Hafens und der Elbe haben ihren Liegeplatz im Museumshafen Oevelgönne, dem ältesten deutschen Museumshafen. Alle Schiffe sind betriebsbereit und stehen nicht nur in der „Eiszeit“ immer für Gästefahrten zur Verfügung. Der Museumshafen Oevelgönne finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge und, leider immer knapper werdende, Spenden. Dennoch hat man mit der Restaurierung weiterer historischer Schiffe, wie zum Beispiel der erst 2010 unter Denkmalschutz gestellten Polizeibarkasse OTTO LAUFFER von 1928, ehrgeizige Ziele für die Zukunft.

 

Einige der Museumsschiffe sind mit AIS ausgestattet und lassen sich >hier verfolgen.

Zurück